Taekwon-Do Hwa-Rang-Do |
Ungefähr seit dem 5. bis 6. Jahrhundert nach Christi (ca. 1300 J.) ist der Vorläufer des heutigen Taekwon-Do bekannt, es war ein Kampfsystem einer militärischen Elitetruppe in dem Königreich Silla das sich Hwa Rang-Do nannte. Um das 5/6. Jahrhundert n. Chr. war das koreanische Reich in drei Reiche zerfallen, Baek-Je, Silla und Koguryo. Das Reich Silla war das kleinste und schwächste und wurde demzufolge von beiden Nachbarn häufig überfallen und besetzt. Die Adligen Sillas bildeten eine Sondereinheit zur Befreiung des Landes, eine Elitetruppe die nur aus Offizieren bestand und sich Hwa Rang-Do nannte. Sie trainierten den waffenlosen Kampf auf verschiedene Arten. Ihre geistige und körperliche Disziplin wurde im ganzen Land bekannt. Ihr Mut und ihre Geschicklichkeit wurde selbst von ihren Feinden respektiert. Schon in frühester Jugend begann die Ausbildung und demzufolge starben viele der jungen Leute schon auf den Schlachtfeldern bevor sie zum Manne wurden, aber ihre Heldentaten ließ das Volk von Silla mächtig werden und zum ersten Mal wurden die drei Reiche vereinigt. Alle drei Reiche entwickelten in ihrer kriegerischen Zeit Kampfformen z.B. Tang-Soo-Do, Soo-Bak-Gi, Taek-Kyon, Kwon-Bup, auch Kampftechniken die dem Jiu-Jitsu (Yoo-Sul, Hapkido) ähneln. Auf Volks-, und buddhistischen Festen wurden Kampfspiele abgehalten deren Sieger höchstes Ansehen genossen. Viele der Gewinner solcher Veranstaltungen bekleideten später hohe zivile und militärische Ämter.
Durch die Vereinigung stellte
sich allmählich eine Sättigung ein, die zivilen Belange
gewannen die Oberhand. Das militärische wurde abgelehnt,
ja sogar verachtet. Die Kriegskünste die einst das Land
erblühen ließen, wurden durch das Bürgertum so
geschwächt, das der Erzfeind Japan keinen Respekt mehr
zeigte und das Land unterjochte und besetzte (1909-1945).
In dieser Zeit war den Koreanern jede Form von
Kampfkünsten untersagt und wurde schwer bestraft (sogar
mit dem Tod). Die geistige Führung besann sich alter
Werte und überall im Land wurden die alten kriegerischen
Künste im Untergrund wieder geübt. Nach der geglückten
Befreiung Koreas im Jahr 1945 belebte der spätere
General Choi Hong Hi die alten waffenlosen Kampfkünste
unter einem neuen Namen wieder: Taekwon-Do. Taekwon-Do
entwickelte sich zum Nationalsport und erfuhr auch auf
internationaler Ebene großen Erfolg. Es ist heute sogar
auf dem Weg olympische Disziplin zu werden. Taekwon-Do =
Tae, Symbol der Beintechnik, treten oder springen. Kwon =
Handtechnik. Do = Weg/Kunst, geistiger und körperlicher
Reifeprozess. Taekwon-Do besteht aus mehreren
Übungsteilen: |
Geschichtlicher Hintergrund der Hyong: 8 Grundformen der Kup-Grade Chon-Ji = Der Himmel -
die Erde: Weitere Formen
der Dan-Grade |
Ungefähr ab 1960 begann der Taekwon-Do Sport immer mehr Freunde zu gewinnen und machte eine rasante Entwicklung durch, die ehemaligen Begründer in Europa unterlagen inneren und äußeren Zwängen der Taekwon-Do Sport splitterte sich in mehrere Lager. Obwohl einige behaupten nur sie betreiben das einzig wahre Taekwon-Do entbehrt dies der geschichtlichen Grundlage, viele asiatische Völker haben dazu beigetragen das heutige Taekwon-Do entstehen zulassen. Es gibt alte und neue Systeme oder wieder entdeckte, alle haben ihre Berechtigung und sollten dazu beitragen den Sport zu stützen und noch populärer zu machen, denn Selbstverteidigung und der geistige Hintergrund ist auch in unsere Zeit ohne weiteres zu übertragen. Taekwon-Do unterlag den Einflüssen von mehreren sich über Jahrhunderte abwechselnde Königreiche innerhalb Koreas und der äußeren Beeinflussung, z.B. der japanischen, wie chinesischen oder indischen Mächte. Selbst nach 1970 als eine Spaltung der deutschen TKD Sportler erfolgte, natürlich mit koreanischer Unterstützung (denn auch im Mutterland entwickelt sich alles weiter) besann man sich auf chinesische Deutung und Bedeutung. |
Die
neuen TAEGUK - Poomse (Bewegungsformen) Die
chinesische höchste Symbolik kann man etwa so
beschreiben, die Zahl 3 wird mit drei Strichen die
waagerecht übereinander stehen geschrieben und bedeuten:
Welt - Mensch - Himmel. Poomse Taeguk Bewegungsformen -
Schattenkampf, Verteidigung und Angriff, sind in der Form
dieses Symbols aufgebaut, ein auf der Seite liegendes
"H". Nach den acht Grundformen (Schülergrade - Kup) beginnt das Training der Meisterformen (Dan) die alle einem geschichtlichen Einfluss unterliegen und an die alten Formen angelehnt sind. Meisterformen: Koryo
(Po-Eun) - steht für starken Willen und geistige Haltung
um dem übermächtigen Feind selbst in ausweglosen
Situationen zu Trotzen und einen unbeugsamen Willen zum
Sieg. Koryo - ist der Name eines Herrscherhauses in der
Zeit von ca. 16 - 1400 n. Chr. Koryo verteidigte sich
erfolgreich gegen die Mongolen.
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Anzugsordnung
Kampfsportbekleidung |
Die Anzugordnung im Taekwon-Do besteht aus: Vollständigem Tobok/Gi, Hose knöchellang, Jacke bedeckt mindestens den halben Unterarm, das Club-Emblem links in des Herzen, Verbands-Emblem am linken Oberarm, Obi der Gürtelfarbe entsprechend, Kampfstiefel nach Bestimmung des Verbandes, Zori, Ringe etc. sind abzulegen, lange Haare sind entsprechend zu befestigen, kurze Fuß- und Fingernägel. Die Prüfung setzt sich
aus mehreren Übungen und Vorführungen, aus einem
praktischen und einem theoretischen Teil zusammen. |
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